Im Laufe der Jahrtausende gab es einige Nachtelfen, welche die Geschichte und Geschicke ihres Volkes maßgeblich beeinflusst haben.
Die wichtigsten seien hier erwähnt.


Malfurion war der erste Nachtelf, der sich der bösen Königin Azshara und ihren hochwohlgeborenen Dämonenanbetern entgegenstellte. Zusammen mit seinem Bruder Illidan und dem Halbgott Cenarius führte er im Krieg der Urtume den Kampf gegen die Brennende Legion an. Er war auch der Erste, der der Magie abschwor und sich die Lehren des Druidentums zu Eigen machte. Seit über zehntausend Jahren ist er der spirituelle Führer der Nachtelfen und bemüht sich, die empfindliche
Kultur seines Volkes zu bewahren – selbst im tranceähnlichen Zustand des Smaragdgrünen Traums.
Erweckt wurde Malfurion erst kürzlich von Tyrande Whisperwind, um abermals die Dämonen zu bekämpfen. In der entscheidenen Schlacht am Mt. Hyjal war es Malfurions Plan, der Archimonde besiegte.
Malfurion widmete sich nach dieser Schlacht der Heilung der Wälder, bis er aus unbekannten Gründen nicht mehr aus dem Smaragdgrünen Traum zurückkam. Seitdem gilt er als verschollen und Fandral Staghelm wurde oberster Druide.



In den finsteren Zeiten vor dem Krieg der Urtume gehörte Illidan zu den wenigen nicht hochwohlgeborenen Anwendern von Magie. Trotz der Warnung seines älteren Bruders Furion, dass die Magie eine böse, Verderbnis bringende Macht sei, weigerte sich Illidan standhaft, von seiner heiß geliebten Kunst abzulassen. Mit der Zeit verlor der edle Nachtelf seine Seele an die Sucht nach den chaotischen Energien der Magie. Zwar nutzte Illidan seine dunklen Kräfte, um seinen Bruder im Kampf gegen die Dämonen der Brennenden Legion zu unterstützen, doch letztendlich verriet er sein Volk, indem er sich auf die Seite der bösen Königin Azshara und ihrer Anhänger schlug. Als der Krieg zu Ende und die Landmasse von Kalimdor unumkehrbar zertrümmert war, erschuf Illidan einen neuen Brunnen der Ewigkeit, um sicherzustellen, dass seine geliebte, Verderbnis bringende Magie nicht von der Welt verschwinden würde. Sein Bruder Furion befahl, dass er für diese Sünde für alle Zeiten unter der Erde angekettet werden sollte. Seither war Illidan in der Dunkelheit gefangen, bis ihn Tyrande Whisperwind bei der Invasion der Dämonen befreite. Illidan bekämpfte die Dämonen in Felwood und konsumierte dabei den Schädel von Gul'dan, welcher ihm übernatürlichen Kräfte verlieh.
Verbannt von seinem Bruder Malfurion, verließ Illidan die Nachtelfen und suchte sich neue Verbündete, welche er in den Naga und Blutelfen fand. Gemeinsam eroberten sie Outland, die Überreste von Draenor, und versuchten in Kil'jaedens Auftrag den Lichking zu vernichten. In einem Zweikampf am Icecrown Glacier unterlag Illidan dem Prinzen Arthas und zog sich daraufhin wieder nach Outland zurück, wo er bis heute wartet.



Tyrande ist eine alte Nachtelfenprinzessin und Hohepriesterin der Mondgöttin Elune. In früheren Zeiten unterstützte sie Furion und Illidan Stormrage in ihrem Bemühen, Kalimdor vor der Brennenden Legion zu retten. Sie ist nicht nur Elunes
Hohepriesterin, sondern auch Herrin der Wächter, einer Gruppe von Kriegerinnen, die geschworen haben, Kalimdors Küste zu verteidigen, während ihre männlichen Gegenstücke, die Druiden, im tranceähnlichen Smaragdgrünen Traum schlafen.
Tyrande ist eine temperamentvolle Kriegerin und fühlt in sich einen gewissen Ärger, weil die Last der Verteidigung des Landes auf ihren Schultern ruht, während die Druiden schlafen. Ihre unsterbliche Liebe zu Furion Stormrage hat ihr genug Kraft und Mut gegeben, dass sie die Jahrhunderte der Einsamkeit ertragen und die Aufgabe erfüllen kann, Kalimdor vor allen Gefahren zu beschützen.
Eben diesen Gefahren stand sie bei der Invasion der Dämonen gegenüber. Zusammen mit Malfurion gelang es ihr die Schlacht am Mt. Hyjal zu gewinnen. Seitdem leitet sie in Darnassus die Geschicke der Nachtelfen.



Shandris Feathermoon ist General der Sentinel und eine loyale Kriegerin in Tyrandes Diensten. Als furchtlose Kämpferin und Bogenschützin kämpfte sie an vorderster Front gegen die Armee der Dämonen in der Schlacht am Mt. Hyjal.
Nach dem Krieg hat sie sich nach Feathermoon Stronghold in Feralas zurückgezogen und beobachtet die Aktivitäten der Naga.



Maeiv Shadowsong war noch jung, als sie die Zerstörung der Welt durch die Dämonen und den Tod ihrer Familie und Freunde mit ansehen musste. So entwickelte sie eine tiefe Abneigung gegen Magie und war geschockt, als Illidan Stormrage einen zweiten Brunnen der Ewigkeit errichtete. Als Malfurion seinen Bruder verurteilte meldete Maeiv sich freiwillig, um über Illidans Gefängnis zu wachen.
10.000 Jahre lang verrichtete sie so ihren Dienst als Wächter und arbeitete als Kopfgeldjägerin und Assassine, bis schließlich Tyrande Whisperwind Illidan in Maeivs Abwesenheit befreite. Beschämt und verärgert über ihr Versagen ging Maeiv sofort auf die Jagd nach dem Flüchtigen. Getrieben von ihrem Hass verlor Maeiv während dieser Aufgabe langsam den Sinn für Realität und Vernunft.
Im Zustand der totalen Verblendung gelang es Illidan schließlich Maeiv zu besiegen und einzukerkern.



Fandral war einer von Malfurions ranghöchsten Offizieren. Er ist ein kluger Druide, der zahlreiche Mitglieder der neuesten Generation von Wildnis-Druiden ausgebildet hat. Aufgrund seines aufbrausenden Temperaments hatte er häufig Streit mit dem bedächtigeren Malfurion. Fandral glaubt, dass die Zukunft der Nachtelfen mehr Expansionismus und militärische Planung erfordere. Seine radikalen Überzeugungen und das aggressive Gebaren arten nicht selten in offenen Streit mit der Hohepriesterin Tyrande aus. Dennoch erwies sich Fandral bis auf den heutigen Tag als vollwertiger Ersatz für den vermissten Malfurion.




Die Nachtelfen studierten den Brunnen der Ewigkeit bereits bevor Azshara den Thron bestieg. Doch war sie es, die neue Wege der Macht öffnete - Wege die schließlich zur Zerstörung führten.
Die frühen Nachtelfen sahen nur Azsharas ungreifbare Schönheit, aber in ihrem Palast trieben sie und ihr Berater Lord Xavius die Hochwohlgeborenen zur gnadenlosen Forschung nach purer Macht und Magie an. Schließlich schreckte sie in ihrer Gier auch nicht mehr davor zurück, die Dämonen anzubeten und ein Portal in den Twisting Nether zu öffnen. Doch all diese Macht half Azshara am Ende nicht mehr, als der Krieg der Urtume ausbrach und sie gestürzt wurde.
Seit der Zerstörung der Welt leben Azshara und ihre zu Naga mutierten Hochwohlgeborenen am Grund der großen See. Von Nazjatar aus plant Azshara seit Jahrtausenden ihre Rache an den verhassten Nachtelfen, denen sie ihre Niederlage verdankt. Trotz ihres Sturzes ist die ebenfalls mutierte Azshara die größte Zauberin und eine der mächtigsten Wesen in Azeroth.



Lady Vashj wurde vor zehntausend Jahren als Nachtelfe in Zin-Azshari geboren.
Als Hochwohlgeborene stieg sie schnell in den Rängen auf bis sie Azshara's beliebsteste Dienerin wurde. Vashjs Loyalität gehörte immer ihrer Königin und sie war über alle Maßen eifersüchtig als Azshara die Priesterin Tyrande zu ihrer Hofmeisterin machen wollte.
Vashj verläßt sich mehr auf ihre Kampffähigkeite als auf ihre Magie, obwohl sie eine hervorragende Zauberin ist. Ihre Bogenkünste werden nur von Shandris Feathermoon und den hochelfischen
Windrunner-Schwestern überboten.
Als Abgesandte der Naga dient Lady Vashj heute Illidan Stormrage in Outland, doch ihr Herz und ihre Loyalität gehören immernoch ihrer Königin und ihrer Rasse. Sie residiert in den Serpentshrine Höhlen.